Heute war mal wieder einer der Tage, an denen wir nicht so viel gewandert sind, sondern mehr Bus gefahren. Diesmal aber nicht, weil uns die Witterung, wie bei der Busfahrt von Hintertux zum Schlegeisspeicher, einen Strich durch die Rechung gemacht hat, sondern weil schon im letzten Herbst hier Unwetter mit Sturm und heftigen Regengüssen gewütet haben, so dass die Gegend jetzt ungefähr so aussieht:

Deshalb war unklar, ob die Wege durch die Schlucht von Sottoguda begehbar waren, so dass wir ein Stück mit dem Bus gefahren sind.
Aber bevor wir in den Bus gestiegen sind mussten wir erst vom Rifugio Viel dal Pan, von wo aus man übrigens einen guten Blick auf die Marmolada (einen schönen Gruß an Familie Schmieder übrigens), den höchsten Berg der Dolomiten, hat, zum Lago di Fedaia wandern, den man sich schon vom Rifugio im Tal Leuchten sah.


An See angekommen wanderte ich noch mit Kevin an sein südliches Ende, wo wir dann aber auch in den Bus stiegen, in den schon Anni, Henning und Albert saßen und der und nach Caprile brachte, von wo aus wir das letzte Stück noch nach Alleghe gingen.
Alleghe ist ein typischer Wintersportort mit vielen Seilbahnen in die umliegenden Berge, Hotels und Restaurants und Läden, in denen der Bergsportler mit Ausrüstung eindecken kann. Nach dem Hüttenessen der letzten Tage brauchen wir ersteinmal Abwechslung und sind zuerst in eine Pizzeria eingehalten, um eine große Pizza zu essen. Danach ist jeder in seine nächste Unterkunft weitergezogen, so dass sich unsere Gruppe ersteinmal getrennt hat. Albert wird morgen nach Berlin zurückfahren, die anderen morgen weiterlaufen und ich werde hier noch einen Ruhetag einlegen und erst am Dienstag weiter wandern.
Das ist schon merkwürdig. Ich glaube an Donnerstag war es, als ich ein großes Bedürfnis danach hatte einen Tag ohne Wandern, nur zur Erholung und Ruhe zu haben, weswegen ich dann auch gleich das Hotel hier für zwei Nächte gebucht habe. Aber kaum bin ich hier und hatte den ersten freien halben Tag vor mir, wusste ich plötzlich gar nicht mehr, was ich mit der Zeit machen soll und ob der zusätzliche Ruhetag überhaupt nötig war, da die heutige Etappe im Endeffekt nur knappe drei Stunden wandern bedeutete und auch die nächste, die wieder eine Seilbahnfahrt enthält auch eher ruhig sein wird. Aber gut, jetzt habe ich den Ruhetag morgen und mir wird schon etwas einfallen, was ich machen kann. im Zweifelsfall lese ich einfach meine eBooks, die ich mir runtergeladen habe.
Heute habe ich jedenfalls die Zeit genutzt, die nächste Woche zu planen, d.h. mit zu überlegen, wir wir ich jeden Tag laufen will und entsprechende Quartiere zu buchen. Wenn alles gut geht und ich die vorletzte und drittletzte Etappe überspringe, die wohl recht langweilig durch das venetische Flachland gehen, dann kann ich schon am 23. Juli in Venedig sein. Aber ich bin mir noch nicht so sicher, ob ich diese beiden Etappen nicht doch laufen soll, da sie eben dazugehören zum nach Venedig zu kommen. Aber das werde ich im Laufe der nächsten Woche nach meiner Stimmung dann entscheiden.
Zum Schluss noch die beiden Wegstücke, die ich heute gelaufen bin: Rifugio Viel dal Pan – Passo di Fedaia und Caprile – Alleghe