Der erste Teil ist geschafft – zufrieden und gespannt

Gestern haben wir endgültig die Isar und das Isartal verlassen und sind heute im Inntal angekommen, womit der erste (und womöglich unkomplizierteste Abschnitt, aber dazu später mehr) unserer Tour beendet wäre. Damit bin ich weiter gekommen, als ich vor einer Woche und erst Recht vor drei Tagen gedacht habe. Dies ist vor allem der Verdienst meiner Mitwander*innen, Dorle, Peter, Vicki, Karsten, Claudia, Anni und Henning. Euch vielen Dank dafür. Wie es momentan aussieht, wird sich unsere Gruppe jetzt in mehrere aufspalten, was schade ist. Aber vielleicht treffen wir uns ja wieder.

Claudia, Vicki, Henning, Karsten und Annie (v.l.n.r.)

Aber heute sind Vicki, Karsten, Claudia, Anni, Henning und ich noch einmal zusammen gewandert. Die größte Herausforderung des Tages hat der letzte Winter gleich an den Anfang des heutigen Tages gestellt. Der Weg führte nämlich durch ein kleines Schneefeld, das zwar angeblich leicht zu überqueren war, aber vielleicht aufgrund der Regenfälle oder unserer Unerfahrenheit doch eine recht rutschige Sache war.

Beim Überqueren des Schneefeld

Aber wir sind gesund und vor allem erleichtert auf der anderen Seite angekommen und wurden dabei nur Mulde von diesem Zuschauer belächelt:

Eine Gams am Wegesrand

Mit Überschreitung des Lafatscher Jochs begann dann der lange, aber zumindest im ersten Teil überaus schöne Abstieg ins Inntal nach Hall in Tirol.

Ausblick vom Lafatscher Joch

Interessant an dem Abstieg von ungefähr 1500m war für mich besonders dass Durchqueren der verschiedenen Vegetationszonen. Von der kargen Hochgebirgslandschaft mit Geröll, Schnee und wenig Grün:

Blick auf den Wilde-Bande-Weg mit Schnee

Über den Bereich mit Latschenkiefern

Abstieg vom Lafatscher Joch

Vorbei an Bewiesen mit bunten Blumen

Frühlingsenzian mit Bienen

Unter größer werdenden Bäumen hindurch

Soviel sind wir schon abgestiegen

Und dann durch richtigen Wald

Gebirgsbach kurz vor St. Magdalena

Eine kurze Mittagspause haben wir dann in St. Magdalena mit seiner kleinen gotischen Kirche gemacht, bevor dann der restliche Abstieg nach Hall auf einer Straße zu bewältigen war.

Kirche St. Magdalena

Die Straße wir nicht so schön zu gehen und auch ziemlich steil, aber schließlich sind wir dann doch in Hall angenommen, wo auch ersteinmal alle auf das wieder vorhandene Internet stürzten, um Betten zu buchen, den weiteren Weg zu planen oder den lieben zu Hause ein Lebenszeichen zu schicken.

Eigentlich ginge die heutige Etappe noch weiter zur Glungezer Hütte, aber da die Schneesituation noch so unklar war bzw. einige sowieso einen Ruhetag eingeplant hatten, ist dann Keimnetz mehr weitergelaufen, sondern alle sind in Hall geblieben oder nach Innsbruck bzw. in die Area 47 (erinnerst du dich noch, Edina?) weitergefahren. Dorle und Peter haben wir übrigens auch wieder hier getroffen. Die beiden haben von Scharnitz, wo wir uns gestern von ihnen getrennt haben, nach Hall den Zug genommen.

In diesen Tagen muss ich oft an das Buch „Mit dem Zug durch die Alpen“ denken, das ich mir mit den Wanderführern ausgeliehen habe. Da, wir schon erwähnt, viele hochgelegene Wege noch nicht schneefrei sind, könnte sich die Wanderung vor allem in nächste Zeit auch in eine Zugfahrt verwandeln. Aber für die nächsten Tage Südharz es ersteinmal gar nicht so schlecht aus.

Ich habe mich jedenfalls auch ersteinmal in Hall einquartiert und werde morgen zunächst nach neuen Wanderschuhen Ausschau halten. Meine haben zwar die letzten Tage ganz gut durchgehalten, aber mir ist es zu riskant damit noch weiter zu wandern. Außerdem hoffe ich, dass es meinen Füßen vielleicht mit neuen Schuhen besser geht. Die sehen nämlich immer noch ziemlich ramponiert aus. Aber dazu muss ich wohl nach Innsbruck fahren, da ich hier noch kein einschlägiges Geschäft gefunden habe. Aber ich habe das Hotel hier sowieso nur für einen Tag gebucht.

Hall ist übrigens ein schönen Städtchen, hier ein kleiner Eindruck:

Hall vor der Kulisse des Karwendel

Zu guter Letzt noch der Track unserer heutigen Tour zum Nachwandern: Hallerangerhaus – Hall.

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