Noch sind einige Tage zu schlafen, bevor ich endlich zu meiner großen Wanderung aufbrechen werde. Gerade sind wir auf der Rückfahrt aus unserem Südfrankreichurlaub, in dem ich einige kleine Trainings-Wanderungen mit meiner Familie gemacht habe. Es waren zwar nicht die Alpen sondern die Pyrenäen, und auf die ganz hohen Berge haben wir es auch nicht geschafft, aber das werde ich bald noch zur Genüge haben.
Das Schöne an diesem Urlaub war die Kombination aus Meer und Bergen. Nach einer Wanderung konnte man sich bei einem Bad im Meer abkühlen bzw. die Muskeln entspannen.
Die größte Wanderung, die ich mit Sanja gemacht habe, war der Weg zum Tour de Madaloc, ein alter Befestigungsturm – wie überhaupt auf allen Berggipfeln hier Türme bzw. Forts oder andere Befestigungslagen zu finden sind -, der auf einem etwa 700m hohen Berg liegt und der heute neben seiner Funktion als Antennenmast für Mobilfunk etc. ein beliebtes Ziel für Wander*innen und Radfahrer*innen ist.
Der Weg dorthin, der in der malerischen Küstenstadt Collioure startete, ging erst durch Weinberge, in denen der Süßwein Banyuls angebaut wird, dann wurde es langsam steiler, einzelne Korkeichen säumten noch unseren Weg, bevor nur noch Macchia und Felsen zu sehen waren. Immer wieder gab es aber schöne Ausblicke auf die Côte Vermeille, ihre Küstenorte und das Meer. Auf der anderen Seite konnte man die weiteren Berge der Pyrenäen, auf dem Kamm der nächsten Bergkette verläuft schon die Grenze zwischen Frankreich und Spanien.
Für den Rückweg wählten wir wieder den gleichen Weg wie auf dem Hinweg, da der Aufstieg besonders für Sanja schon sehr anstrengend war und wir deshalb lieber keine weiteren Abenteuer eingehen wollten. Die Alternative wäre gewesen auf der anderen Bergseite nach Banyuls-sur-mer – der Ort, der dem Wein seinen Namen gab – abzusteigen. Aber wie schon gesagt, wir nahmen den gleichen Weg zurück und fuhren mit dem Bus wieder zurück nach Argelès, wo wir in dem Dorf Le Racou unser Ferienhaus hatten.
